Bewerbung beim Landespreis



Titel der Einreichung
Kooperationsmodell Business-Continuity-Management

Kategorie
Krisenbewältigung

Name der Kommune/des Verbandes
Zweckverband KAAW

Fachbereich/Abteilung
Geschäftsleitung

Ansprechpartner
Simon Üffing

E-Mail-Adresse
simon.ueffing@kaaw.de

Telefonnummer
05451 5622502

Kurzbeschreibung
Der Zweckverband KAAW etabliert ein interkommunales Kooperationsmodell für das Business-Continuity-Management (BCM), an dem aktuell 17 Kommunen aus dem Verbandsgebiet teilnehmen. Ziel ist der Aufbau einer gemeinsamen, am BSI-Standard orientierten BCM-Struktur, die durch arbeitsteilige Erstellung u. a. von Business-Impact-Analysen (BIA) und aggregierten Ergebnissen eine nachnutzbare, skalierbare Grundlage für alle teilnehmenden Kommunen schafft. Das Projekt stärkt die kommunale Resilienz gegenüber zunehmenden und komplexeren Cyberangriffen und führt zu belastbaren Notfallkonzepten, die koordinierte statt improvisierte Notfallbewältigung ermöglichen.

Ziel
Etablierung eines einheitlichen BCM-Standards auf Grundlage des BSI-Standards 200-4 in allen teilnehmenden Kommunen. Schaffung belastbarer Notfallkonzepte zur Sicherstellung von Reaktionsfähigkeit und Krisenstabilität. Arbeitsteilige Erstellung von BCM-Bausteinen (BIA, Risikoanalysen, Wiederanlaufstrategien), die nachhaltig und wiederverwendbar nutzbar sind. Stärkung der interkommunalen Resilienz durch den Aufbau einer gemeinsamen Struktur für Notfallmanagement und Krisenreaktion. Reduktion von Ausfallzeiten durch koordinierte statt improvisierte Notfallbewältigung. Gewährleistung eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses durch regelmäßige Aktualisierung, Monitoring und Weiterentwicklung des BCM. Schließen von Ressourcen- und Kompetenzlücken in den Kommunen, insbesondere im Bereich Cyber- und Notfallmanagement.

Anlass
Die Bedrohungslage für Kommunen hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verschärft: Cyberangriffe nehmen zu, werden durch KI-gestützte Methoden komplexer und führen zu immer gravierenderen Ausfällen kommunaler IT-Strukturen. Parallel zeigen die seit vielen Jahren von der KAAW durchgeführten BSI-Grundschutz-Sicherheitschecks, dass insbesondere im Bereich Detektion und Reaktion erhebliche Nachbesserungsbedarfe bestehen. Gleichzeitig verfügen viele Kommunen über keine oder nur sehr begrenzte personelle Ressourcen, um ein vollwertiges BCM eigenständig aufzubauen. Vor diesem Hintergrund wurde das Kooperationsmodell entwickelt, um Kompetenzen zu bündeln, Ressourcen effizient einzusetzen und ein standardisiertes, belastbares BCM aufzubauen, das der steigenden Komplexität der Bedrohungslage gerecht wird und die Funktionsfähigkeit der kommunalen Verwaltung dauerhaft sicherstellt.

Kurzprofil
- Projektträger: Zweckverband KAAW - Teilnehmende: 17 Kommunen - Zielsetzung: Aufbau eines standardisierten, interkommunalen BCM-Systems gemäß BSI-Standard 200-4 Kerninhalte: - Identifikation kritischer Geschäftsprozesse - Erstellung und Aggregation von Business-Impact-Analysen - Entwicklung gemeinsamer Notfallkonzepte - Unterstützung in Bereichen mit hohen Bedarfen (Detektion, Reaktion, organisatorische Resilienz) Adressierter Bedarf: Mangelnde Ressourcen in Kommunen, steigende Bedrohungslage, fehlende Notfallstrukturen

Gewinn der Kooperation
Bereitstellung hochqualifizierter Expertise: Die Kommunen erhalten Zugang zu zertifizierten BCM-Expert:innen der KAAW, die intern oft nicht vorgehalten werden können – ein erheblicher qualitativer und finanzieller Vorteil. Effizienz durch Arbeitsteilung: Kommunen profitieren von gemeinsam erstellten Analysen, Vorlagen und Ergebnissen, statt diese individuell aufbauen zu müssen. Qualitätssteigerung durch Standardisierung: Alle beteiligten Kommunen implementieren BCM gemäß BSI-Standard – konsistent, nachvollziehbar und auditfähig. Kostenersparnis: Reduzierte Aufwände für externe Beratung, Tools und internes Personal. Erhöhte Handlungsfähigkeit im Notfall: Ein belastbares Notfallkonzept ermöglicht deutlich verkürzte Ausfallzeiten und minimiert Schäden. Wissens- und Erfahrungsaustausch: Das Kooperationsmodell schafft eine dauerhafte Plattform für Expertise, gegenseitige Unterstützung und gemeinsame Weiterentwicklung. Stärkung der IT-Sicherheit: Das BCM baut auf den langen Erfahrungen der KAAW mit Sicherheitschecks auf und ergänzt insbesondere die Schwachstellen in Detektion und Reaktion.

Grad der Innovation
Interkommunaler BCM-Ansatz: BCM ist in Kommunen bisher selten systematisch etabliert; ein kooperatives Modell mit arbeitsteiliger Erstellung ist unserer Kenntnis nach bisher einmalig Aggregation nutzbarer BCM-Bausteine: Die Übertragung einzelner Analyse- und Prozessbausteine auf verschiedene Kommunen ist ein Novum in der kommunalen Verwaltung. Synergien zwischen IT-Sicherheit und BCM: Die Verbindung bestehender BSI-Grundschutz-Prüfungen mit einem strukturierten BCM stellt eine integrierte Sicherheitsstrategie dar. Skalierbares Modell: Das Konzept ist so ausgelegt, dass weitere Kommunen jederzeit einsteigen und bestehende Ergebnisse nachnutzen können. Zudem wäre das Konzept auch auf andere Regionen/Verbände übertragbar.

Zukunftsfähigkeit/ Nachhaltigkeit
Langfristige strukturelle Verankerung: BCM wird als dauerhafter Prozess in den Kommunen etabliert – unabhängig von Personalwechseln oder knappen Ressourcen. Kontinuierliche Weiterentwicklung: Die KAAW übernimmt dauerhaft eine koordinierende Rolle, sichert Aktualität und Weiterbetrieb der Strukturen. Anpassungsfähig an neue Bedrohungen: Durch Orientierung am BSI-Standard können neue Anforderungen (z. B. durch KI-basierte Angriffe) jederzeit in das Modell integriert werden. Resilienzsteigerung der kommunalen Verwaltung: Das Projekt schafft robuste, nachhaltige Grundlagen für Krisenbewältigung – über Cybersicherheit hinaus (z. B. Ausfall kritischer Infrastruktur, Personalengpässe, Naturereignisse). Nachnutzbarkeit für alle Kommunen: Das Modell ist als Blaupause für weitere Kommunen konzipiert und fördert eine Harmonisierung der Resilienzstrukturen.

Dokumente
https://landespreis.interkommunales.nrw/wp-content/uploads/2025/12/2024-07-03-KAAW-Kooperationsmodell-BCM.pdf

Bestätigung
1

Eingegangen am
05.12.2025 00:00

Eingereicht am
05.12.2025 09:57