Landespreis für innovative interkommunale Zusammenarbeit in Nordrhein- Westfalen

Inhalt

1. Teilnahmebedingungen

Mit dem Landespreis für innovative interkommunale Zusammenarbeit in Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet werden ausschließlich Projekte, an denen mindestens zwei kommunale Kooperationspartner beteiligt sind. Kommunale Kooperationspartner können sowohl die kommunalen Gebietskörperschaften selbst sein als auch von ihnen beherrschte juristische Personen.

Gesucht werden innovative Projekte, die nach dem 1.September 2016 (Stichtag) vertraglich vereinbart wurden. Unerheblich für die Teilnahme am Wettbewerb ist, ob sie bereits laufend oder sich noch in der Umsetzungsphase befinden. Eine bereits erfolgte Förderung aus Landes- oder Bundesmitteln ist für die Teilnahme unerheblich.

Die rechtliche Ausgestaltung der Kooperationen (öffentlich – rechtlicher Vertrag, Anstalt des öffentlichen Rechts etc.) ist nicht entscheidend. Privatrechtlich organisierte interkommunale Kooperationen sind allerdings nur dann zugelassen, wenn sie kommunal beherrschbar sind.

Pro federführender Kommune kann nur ein Projekt eingereicht werden. Damit können Kommunen als abgebender (nicht federführender) Partner einer interkommunalen Zusammenarbeit auch mit mehreren Wettbewerbsbeiträgen teilnehmen.

Sparkassen in kommunaler Kooperation sind von der Einreichung ausgeschlossen.

2. Einzureichende Unterlagen

Die federführende Kommune reicht unter  Bewerbung Landespreis NRW eine kurze, aussagekräftige Projektbeschreibung ein. Zugelassen sind ausschließlich digital eingereichte Unterlagen.

Die Wettbewerbsteilnehmer können sich mit ihrem Beitrag an den Parametern des „Steckbriefs“ der Plattform  Interkommunales.NRW orientieren. Erforderlich ist die Angabe von

  • Titel der Einreichung
  • Benennung der Wettbewerbskategorie
  • Name der Kommune/des Verbandes
  • Fachbereich/Abteilung
  • Ansprechpartner
  • E-Mail-Adresse
  • Telefonnummer
  • Kurzbeschreibung des Projekts
  • Ziel der interkommunalen Zusammenarbeit
  • Anlass
  • Kurzprofil

sowie Aussagen zu den Beurteilungskriterien

  • Gewinn der Kooperation
  • Grad der Innovation
  • Zukunftsfähigkeit/ Nachhaltigkeit

Weiterhin ist die Bestätigung des jeweiligen Hauptverwaltungsbeamten/ der jeweiligen Hauptverwaltungsbeamtin der federführenden Kommune über den Beschluss des Projekts in den zuständigen Gremien erforderlich.

Ergänzende Unterlagen können hochgeladen werden. Die Dateigröße darf dabei max. 3 Seiten (pdf) umfassen.

3. Kriterien

Die Vergabe des Landespreises richtet sich nach  3 Kriterien, die sich an der beabsichtigten Wirkung der Auslobung orientieren:

1. Gewinn der Kooperation:

Dieses Kriterium erfasst den Mehrwert einer Kooperation. Die Natur dieses Mehrwerts richtet sich nach dem Gegenstand der Kooperation, beispielsweise Einsparung von Ressourcen, beschleunigte Verfahren, oder eine neue Qualität einer Dienstleistung.

2. Grad der Innovation der Kooperation:

Hiermit wird die Neuartigkeit eines Kooperationsprojekts ausgedrückt. Neuartig sind die Projekte, die mit einer neuen Zielsetzung, in einer neuen Form oder mit neuen Kooperationspartnern erfolgen. Auch komplexe digitale Ansätze (Bsp. Smart City oder Smart Region) werden miterfasst. Mit diesem Kriterium sollen vor allem noch unbekanntere Kooperationsmuster ermittelt und verbreitet werden.

3. Zukunftsfähigkeit/Nachhaltigkeit:

Dieses Kriterium erfasst die langfristige Ausrichtung und die Überlebensfähigkeit von Kooperationen. Dies drückt sich sowohl über die Zielsetzung und die Form der Kooperation aus, aber auch über die Akzeptanz im Umfeld. Auch die Nachhaltigkeit fließt in die Zukunftsfähigkeit einer Kooperation ein.

4. Jury

Der Landespreis wird von einer fünfköpfigen Experten – Jury vergeben, die sich aus jeweils einer Vertreterin oder einem Vertreter des Landes NRW, des Städte- und Gemeindebunds, des Städtetags, des Landkreistags sowie der NRW.BANK zusammensetzt.

Das Land Nordrhein-Westfalen wird von Herrn Thomas Hunsteger- Petermann, Leiter des Kompetenzzentrums für interkommunale und regionale Zusammenarbeit am Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen, vertreten.

Die kommunalen Spitzenverbände – der Städtetag, der Städte und- Gemeindebund sowie der Landkreistag NRW – werden nach Möglichkeit auf der Präsidiums- bzw. Vorstandsebene vertreten, ebenso die NRW.BANK.

Die Kommunal Agentur NRW GmbH mit der im Auftrag der Arbeitsgemeinschaft der kommunalen Spitzenverbände in NRW betriebenen Plattform Interkommunales.NRW ist primärer Ansprechpartner der Kommunen bei der Wettbewerbsteilnahme. Sie ist deshalb nicht in der Jury vertreten. Fragen können unter der Landespreis@Interkommunales.NRW gestellt werden.

5. Wettbewerbsende

Die Beiträge sind bis spätestens 11.02.2022 digital einzureichen.

6. Preisverleihung

Zur Würdigung der Bedeutung des Wettbewerbs wird der Landespreis in einem Festakt im 28. März 2022 durch Frau Ministerin Scharrenbach im Beisein der Jury-Mitglieder verliehen.

7. Datenschutz

Wir werden die von Ihnen zur Verfügung gestellten Daten streng vertraulich behandeln. Ohne Ihre ausdrückliche Einwilligung geben wir keine persönlichen Daten weiter, es sei denn, dass wir rechtlich dazu verpflichtet sind. Wir weisen jedoch darauf hin, dass es bei der Übermittlung von Daten im Internet immer dazu kommen kann, dass Dritte Ihre Daten zur Kenntnis nehmen oder verfälschen. Nähere Informationen finden Sie unter https://interkommunales.nrw/impressum/ .

Die teilnehmenden Kommunen/Verbände sind mit der Veröffentlichung ihres Projektes unter Nennung der Verantwortlichen in den (digitalen und analogen) Publikationen der den Wettbewerb begleitenden Institutionen einverstanden, wenn sie aus dem Wettbewerb als Preisträger hervorgehen. Die Einreichung des Wettbewerbsbeitrags gilt insoweit als Einverständnis.

8. Wettbewerbsende

Mehr als 75 Projekte wurden gemeldet. Damit ist es gelungen, etwa drei Viertel aller Kommunen des Landes Nordrhein-Westfalen mit einem einzigartigen Wettbewerb anzusprechen.

Brief des Minísteriums an die am Wettbewerb teilnehmenden Kommunen