Bewerbung beim Landespreis



Titel der Einreichung
KOMPASS - Unterstützung für kommunale Ordnungsdienste in NRW

Kategorie
Informationsaustausch & Vernetzung

Name der Kommune/des Verbandes
Stadt Rietberg / Stadt Verl

Fachbereich/Abteilung
Ordnungsbehörde(n), Abteilung 32

Ansprechpartner
Herr Kevin Reschke

E-Mail-Adresse
kevin.reschke@stadt-rietberg.de

Telefonnummer
0524498613206

Kurzbeschreibung
Das Projekt "KOMPASS" umfasst ein Unterstützungstelefon für kommunale Ordnungsdienste, welches ursprünglich für den Regierungsbezirk Detmold gedacht war, nun jedoch auf das gesamte Land NRW ausgeweitet wurde. Weitere Bestandteile sind zum einen der Betrieb einer dafür eingerichteten "Landesleitstelle" und die Vor-Ort-Unterstützung mittels eines für diesen Zweck beschafften und ausgebauten Dokumentenprüffahrzeuges für die Polizei und die Ordnungsbehörden im Versorgungsgebiet.

Ziel
Mit diesem Projekt möchten die Städte Rietberg und Verl auf die Möglichkeit interkommunaler Zusammenschlüsse und Projekte aufmerksam machen, die (Handlungs-)Sicherheit der Einsatzkräfte und Ordnungsbehörden nachhaltig stärken, die Polizeien und Ordnungsbehörden entlasten sowie dadurch dazu beitragen, ein landesweites Netzwerk zum Informationsaustausch zu bilden - welches aktuell bereits weiter im Aufbau ist - um auch im eigenen Fach einen Rückhalt zu bilden. Es wurden bereits eingerichtet: Ein Unterstützungstelefon für "Akutfälle" (Informationsweitergabe, -austausch), eine Leitstelle zur Koordinierung der Anfragen, ein Dokumentenprüffahrzeug für die Unterstützung direkt am Einsatzort. Die Unterstützungsleistung steht nun, seit dem 01.01.2026, allen 396 Kommunen in NRW zur Verfügung.

Anlass
Es fiel auf, dass es den auf der Straße eingesetzten Einsatzkräften, teilweise aber auch den Ordnungsbehörden im Innendienst, an Rückhalt / Backup im eigenen Fach fehlte. Des Weiteren ist aufgefallen, dass viele Kommunen „festgefahren“ und oft nicht offen für neue Projekte sind (bzw. waren), sodass die Städte Rietberg und Verl sich dies zum Anlass genommen haben, eine landesweite Vernetzung im eigenen Fach (zum Zwecke des Austausches – auch von Dokumenten und in Form der Einsatzunterstützung) stattfinden zu lassen. Des Weiteren ist ein Anlass, dass es heutzutage wichtiger denn je ist, wirtschaftlich zu denken und vorhandenes Wissen gebündelt und somit auch wirtschaftlich der breiten Allgemeinheit, hier den NRW-Kommunen, zur Verfügung zu stellen. Des Weiteren war ein Anlass, also die „Urproblematik“, dass die Dienstkräfte oftmals angaben, sich im Hintergrund nicht ausreichend unterstützt zu fühlen. Durch die Möglichkeit der mobilen Dokumentenprüfung ist es nun auch möglich, nachhaltig und vor Ort zu unterstützen und somit verschiedenste Behörden zu entlasten. Denn diese Entlastung ist eine wichtige, in Anbetracht auf die täglichen Aufgaben und steigende Aufgabenstellungen. In der Hoffnung, dass andere Kommunen zu weiteren IKZ-Projekten motiviert werden, wurde somit das Projekt als „Pilotprojekt“ entwickelt und umgesetzt.

Kurzprofil
Am 01.10.2025 starteten die Städte Rietberg und Verl eine beispielhafte Kooperation im Bereich der öffentlichen Sicherheit und Ordnung. Neben der Fusion beider kommunaler Ordnungsdienste wurde das landesweit einzigartige Pilotprojekt „KOMPASS“ konzeptioniert und begonnen. Der Innenminister des Landes NRW, Herr Herbert Reul, übernahm die Schirmherrschaft. Das Unterstützungstelefon KOMPASS stärkt die Handlungssicherheit und Professionalität von Vollzugsdienstkräften in Akutsituationen als Spitzenabdeckung – für mehr Sicherheit von Einsatzkräften und somit auch Bürgerinnen und Bürgern gleichermaßen. Somit wird das Projekt „KOMPASS“ ab dem 01.01.2026 auf alle Ordnungsbehörden in NRW ausgeweitet. Die Städte Rietberg und Verl haben damit einen wichtigen Grundstein für landesweite Kooperationen und nachhaltige Sicherheit gelegt. Die Städte möchten weitere Kommunen dazu ermutigen, sich für besondere Kooperationsprojekte zu öffnen, diese zu entwerfen und so die Zusammenarbeit in NRW aktiv auszubauen – um das eigene Fachgebiet nachhaltig und zukunftssicher weiterzuentwickeln.

Gewinn der Kooperation
Der Gewinn der Kooperation liegt klar bei allen Kommunen und NRW, aber auch bei den Polizeibehörden und anderen staatlichen Behörden und Stellen. Zum Gewinn gehört die Entlastung von Kräften, der Zusammenschluss von Kommunen und Stellen, die daraus resultierenden Kooperationen und der Austausch. Die Städte Rietberg und Verl erhielten für das Projekt die offenbar schnellste Förderung (IKZ), vom Antrag bis zur positiven Bescheidung vergingen lediglich 15 Werktage.

Grad der Innovation
Das Projekt erweist sich als äußerst innovativ. Dies ist auch der Grund, warum der Innenminister prompt die Schirmherrschaft übernommen hat. Es gab bis zur Projektgründung eine solche Idee noch nicht im Land. Das Projekt erhält aus allen Richtungen positiven Zuspruch und die Einsatzaufträge / Anfragen steigern sich. Durch den Austausch von Informationen und die stetig steigende Vernetzung ist es möglich, dass das Projekt eine nachhaltige und auf Jahre gesehene positive Wirkung und Entfaltung auf alle NRW-Kommunen bildet. Durch das Projekt werden Verwaltungen zudem entlastet, da fertige Formulare und Lösungshilfen zu spezifischen Fällen bereitgestellt werden.

Zukunftsfähigkeit/ Nachhaltigkeit
Das Projekt erweist sich als äußert nachhaltig und zukunftsfähig, da sich die NRW-Kommunen nun die bereits vollzogenen Schritte "einsparen" können. Das Projekt ist nun aufgebaut und kann fortlaufend sowie kostenfrei von den Kommunen in Anspruch genommen werden. Es sind über die nächsten Jahre lediglich laufende Kosten (PKW-Steuer, Personal etc.) zu zahlen, materiell ist die Einrichtung auf lange Sicht abgeschlossen. Zukunftsfähigkeit wird besonders in einem Punkt gesehen: Die Unterstützungsleistung sowie der Projektumfang sind ohne weitere "Großschritte" erweiterbar, vieles kann daran angeschlossen werden. So ein Projekt gab es bisher noch nirgends im Land NRW.

Dokumente
https://landespreis.interkommunales.nrw/wp-content/uploads/2026/02/Flyer_Digital_KOMPASS.pdf

Bestätigung
1

Eingegangen am
02.02.2026 00:00

Eingereicht am
02.02.2026 08:37