Bewerbung beim Landespreis



Titel der Einreichung
Schaffung eines Klimamanagement für drei Städte im Rahmen einer IKZ-Vereinbarung

Kategorie
Umwelt, Planung & Infrastruktur

Name der Kommune/des Verbandes
Stadt Winterberg

Fachbereich/Abteilung
Fachbereich 1 - Zentrale Dienste, Bildung und Digitalisierung

Ansprechpartner
Rabea Kappen

E-Mail-Adresse
r.kappen@winterberg.de

Telefonnummer
02981800121

Kurzbeschreibung
Unsere interkommunale Klimamanagement-Kooperation ist ein gemeinsames, strukturiertes Zusammenarbeitsformat zwischen den Städten Winterberg, Medebach und Hallenberg in Nordrhein-Westfalen. Ziel ist es, die kommunalen Maßnahmen zum Klimaschutz und zur Klimafolgenanpassung zu koordinieren, Synergien zu nutzen und gemeinsam wirksame Strategien für die Erreichung der Klimaziele zu entwickeln und umzusetzen.

Ziel
Das übergeordnete Ziel der Kooperation ist es, durch abgestimmte Strategien und gemeinsame Projekte den Ausstoß von Treibhausgasen zu reduzieren, die regionale Klimafolgenanpassung zu stärken und die kommunale Verwaltung effizienter aufzustellen. Dadurch sollen nachhaltige Lebensräume für die Menschen in unseren Städten geschaffen und die Klimaneutralität bis 2045 erreicht werden.

Anlass
Angesichts der fortschreitenden Klimakrise und der damit verbundenen Herausforderungen — wie zunehmende Hitzebelastungen, Starkregenereignisse und Energieverbrauchsfragen — haben die beteiligten Kommunen erkannt, dass eine alleinige Bearbeitung dieser Aufgaben ineffizient ist. Die interkommunale Zusammenarbeit ermöglicht es, Ressourcen zu bündeln, fachliche Kompetenzen zu teilen und gemeinsame Lösungen zu entwickeln, die über den engeren kommunalen Rahmen hinauswirken.

Kurzprofil
Die Kooperation umfasst die Städte Winterberg, Medebach und Hallenberg mit insgesamt rund 25.000 Einwohner:innen. Die interkommunale Stelle des Klimamanagements ist bei der Stadt Winterberg verankert und umfasst in jeder der drei Städte unterschiedliche Stellenanteile (Winterberg 50%, Medebach 30%, Hallenberg 20%). Der gemeinsame Fokus liegt sowohl auf Klimaschutz-, Klimaanpassungs- und Nachhaltigkeitsprojekten.

Gewinn der Kooperation
Durch die Kooperation konnten bereits messbare Synergien realisiert werden: - Gemeinsame Planung und Umsetzung von Klimaschutz- und Anpassungsmaßnahmen, wodurch Doppelarbeit vermieden wird. - Bündelung von Expertise und effizientere Nutzung personeller Ressourcen. - Erhöhter Zugang zu Fördermitteln durch abgestimmte Antragsstrategien und gemeinsam entwickelte Konzepte. - Stärkere regionale Vernetzung mit externen Akteur:innen (z. B. Energieagenturen, Verbände, Netzwerke).

Grad der Innovation
Die besondere Innovationsleistung dieser Kooperation liegt nicht primär in einzelnen Klimaschutzmaßnahmen, sondern in der strukturellen Organisationsform selbst: der Schaffung einer interkommunal geteilten Klimamanagement-Stelle. Während Klimamanagement in vielen Kommunen als isolierte Einzelstelle organisiert ist, gehen Winterberg, Medebach und Hallenberg bewusst einen neuen Weg: Sie bündeln ihre personellen Ressourcen in einer gemeinsamen Fachstelle, die strategisch, operativ und koordinierend für mehrere Verwaltungen zugleich tätig ist. Damit wird ein Organisationsmodell erprobt, das klassische kommunale Zuständigkeitsgrenzen überwindet und Klimaschutz als gemeinsame regionale Aufgabe versteht. Innovativ ist dabei insbesondere: - Neue Verwaltungsstruktur: Statt paralleler Einzelzuständigkeiten wurde eine geteilte, interkommunale Fachfunktion geschaffen, die ressortübergreifend arbeitet. - Effiziente Ressourcennutzung: Auch kleinere Kommunen erhalten Zugang zu professionellem Klimamanagement auf fachlich hohem Niveau – etwas, das einzeln oft nicht finanzierbar oder organisatorisch umsetzbar wäre. - Wissenstransfer in Echtzeit: Erfahrungen, Instrumente und Strategien fließen direkt zwischen den beteiligten Kommunen, wodurch Lernprozesse erheblich beschleunigt werden. - Übertragbares Modell: Die Organisationsform ist skalierbar und bietet ein konkretes Vorbild für andere Kommunen, die vor ähnlichen personellen und finanziellen Herausforderungen stehen. Damit stellt die interkommunale Klimamanagement-Stelle selbst eine Verwaltungsinnovation dar: Sie schafft neue Formen der Zusammenarbeit, erhöht die Wirksamkeit kommunalen Handelns und stärkt die regionale Handlungsfähigkeit im Klimaschutz nachhaltig.

Zukunftsfähigkeit/ Nachhaltigkeit
Durch die Schaffung einer unbefristeten Vollzeitstelle unabhängig von Förderungen, ist die Kooperation ist als dauerhafte Struktur angelegt und nicht auf einzelne Projekte begrenzt. Sie fördert langfristige Kapazitäts- und Kompetenzaufbauprozesse in den beteiligten Verwaltungen und vernetzt Klimaschutz mit anderen kommunalen Handlungsfeldern (z. B. Stadtentwicklung, Verkehr, Bildung). Die entwickelten Maßnahmen- und Zielsysteme sind auf dauerhafte Wirkung ausgerichtet und werden regelmäßig aktualisiert und weiterentwickelt. Damit leistet die Zusammenarbeit einen nachhaltigen Beitrag zur klimaresilienten Entwicklung unserer Region.

Dokumente


Bestätigung
1

Eingegangen am
04.02.2026 00:00

Eingereicht am
04.02.2026 07:53