Bewerbung beim Landespreis



Titel der Einreichung
Erstellung eines interkommunalen Wald- und Vegetationsbrandkonzeptes

Kategorie
Krisenbewältigung

Name der Kommune/des Verbandes
Kreis Borken

Fachbereich/Abteilung
Sicherheit und Ordnung / Gefahrenabwehr

Ansprechpartner
Esther Hoffmann

E-Mail-Adresse
E.Hoffmann@kreis-borken.de

Telefonnummer
02861 681 3139

Kurzbeschreibung
Der Kreis Borken hat mit seinen 17 kreisangehörigen Kommunen ein interkommunales Konzept zur Bekämpfung von Wald- und Vegetationsbränden im Kreisgebiet erarbeitet. Auf dieser Grundlage wurde ein skalierbarer Einsatzplan aufgestellt, mit dem die Gemeinden Wald- und Vegetationsbrände bekämpfen und sich gegenseitig kreisweit bei der Bekämpfung von Naturbränden unterstützen können. Dies wird durch eine einheitliche Ausstattung, Standards in der Vorgehensweise und kreisweite Ausbildung der Feuerwehren ermöglicht.

Ziel
Ziel ist die Vereinheitlichung der strategischen und operativen Zusammenarbeit, Vorgehensweise und Ausstattung der kreisangehörigen Feuerwehren im Falle von Wald- und Vegetationsbränden. Das Konzept basiert auf umfassenden Risiko- und Ressourcenanalysen.

Anlass
Durch den Klimawandel ist die Eintrittswahrscheinlichkeit von Wald- und Vegetationsbränden signifikant gestiegen. Aus dem Waldbrandkonzept NRW geht hervor, dass Kommunen auch die Gefahr eines Waldbrandes in ihren Brandschutzbedarfsplanungen berücksichtigen müssen. Der Kreis Borken als Flächenkreis verfügt über viele Wald- und insbesondere Vegetationsflächen, die sich über kommunale Grenzen ausbreiten. Diese in einer Gefahrenanalyse ganzheitlich zu betrachten und eine einheitliche Einsatztaktik darauf auszurichten war Anlass für die Initiierung des interkommunalen Projektes.

Kurzprofil
Beteiligte am Projekt sind die Kreisverwaltung als federführende Organisationseinheit sowie alle 17 angehörigen Kommunen des Kreises. Ferner wurden auch die Einrichtung Wald- und Holz NRW, die Kreisstelle der Landwirtschaftskammer NRW, der Westfälisch- Lippische Landwirtschaftsverband beteiligt und technische Kompetenzen einiger Hilfsorganisationen im Kreisgebiet integriert.

Gewinn der Kooperation
Um den neuen Herausforderungen zu begegnen, wären für alle Kommunen Investitionen in persönliche Schutzausrüstung, spezielle Löschwerkzeuge, Löschwassertanks, Schläuche und Erkundungskomponenten zu tätigen. Alle 17 Städte und Gemeinden müssten extra Einsatzkonzepte erstellen und bilaterale Absprachen mit den Nachbarkommunen führen. Das kreisweite Konzept bietet hohe Synergieeffekte, da es die gemeinsame Bewältigung einer kommunalen Aufgabenstellung ermöglicht, die auf örtlicher Ebene nicht gleichwertig gelöst werden könnte. Es werden viele Prozesse - von Absprachen mit dritten Beteiligten (örtlichen HiOrgs, Landwirtschaftskammer und -verband, Wald- und Holz NRW) über Beschaffungen bis hin zu Schulungen - zentral angestoßen und durchgeführt. Von dem Gesamtergebnis profitiert jede Kommune.

Grad der Innovation
Der Grad der Innovation ist als sehr hoch einzuschätzen, da es sich beim Brandschutz um kommunale Pflichtaufgaben handelt (§ BHKG). Der Kreis hat hier einen besonderen, überörtlichen Bedarf erkannt und trifft mit dem Wald- und Vegetationsbrandkonzept erforderliche Maßnahmen zur Unterstützung der kreisangehörigen Gemeinden in der Wahrnehmung der ihnen obliegenden Aufgaben (§ 4 Abs. 1 BHKG).

Zukunftsfähigkeit/ Nachhaltigkeit
Die Zusammenarbeit fördert die Reaktionsfähigkeit der Region auf Naturbrände, die aufgrund des Klimawandels in den nächsten Jahrzehnten vermehrt auftreten können. Darüber hinaus werden nachhaltige Strukturen geschaffen, wie Gemeinden und Kreise im Aufgabenbereich Brandschutz kreisweit enger zusammenarbeiten und so trotz Personal- und Ressourcenengpässen auch in Zukunft ein hohes Schutzniveau in der Region erreichen können.

Dokumente
https://landespreis.interkommunales.nrw/wp-content/uploads/2026/02/Flyer-Bewerbung-Landespreis-interkommunale-Zus.pdf

Bestätigung
1

Eingegangen am
05.02.2026 00:00

Eingereicht am
05.02.2026 13:03