Bewerbung beim Landespreis



Titel der Einreichung
RegioNetzWerk – Integrierte Siedlungs- und Mobilitätsentwicklung. Gemeinsam.

Kategorie
Informationsaustausch & Vernetzung

Name der Kommune/des Verbandes
Stadt Ratingen

Fachbereich/Abteilung
Amt für Stadtplanung, Vermessung und Bauordnung

Ansprechpartner
Merle Möhlenbeck

E-Mail-Adresse
merle.moehlenbeck@ratingen.de

Telefonnummer
02102 550-6110

Kurzbeschreibung
Das RegioNetzWerk ist ein starker Verbund und ein regionales Netzwerk der Städte Düsseldorf, Duisburg, Krefeld, Meerbusch, Neuss, Ratingen und dem Kreis Mettmann, in dem sich zwei Metropolen mit Umlandgemeinden zusammengeschlossen haben. In unserem Netzwerk arbeiten Fachkolleg:innen der Stadtplanung, Stadtentwicklung, Mobilitätsplanung, Freiraumentwicklung, Klimafolgenanpassung, energetischen Quartiersentwicklung und viele mehr daran, die Region gemeinsam zukunftssicher, nachhaltig und resilient zu gestalten. Unsere Kooperation ist bestimmt durch fachlichen Austausch sowie Abstimmung von Projekten und Aktivitäten über die Stadtgrenzen hinweg und durch ein intensives Voneinander lernen. Das RegioNetzWerk lebt vom Austausch und der gemeinsamen Arbeit an Themen und Projekten und dem unterschiedlichen Blick auf die gemeinsamen Herausfor- derungen. Das regionale Netzwerken findet auf verschiedenen Ebenen statt: · In der BeigeordnetenKonferenz treffen sich die Beigeordneten und der Planungsdezernent des Kreises. Zweimal im Jahr werden hier die Weichen für die regionale Zusammenarbeit gestellt und strategische Entscheidungen getroffen. · Das Team RegioNetzWerk arbeitet mit der Geschäftsstelle an allen Themen des RegioNetzWerks. Im Team sind pro Partner ein bis zwei Fachkolleg:innen aus den Bereichen der Stadtentwicklung oder Mobilitätsplanung vertreten. Hier wird die inhaltliche Ausrichtung beraten und Schwerpunkte bestimmt. Das Team RegioNetzWerk arbeitet aktuell an einer Fortschreibung des Zukunftskonzepts für die Region. · Der inhaltliche Austausch und das Voneinander Lernen finden maßgeblich in den Plattformen für den regionalen Wissenstransfer statt. Hier treffen sich die Fachkolleg:innen regelmäßig; sie bestimmen die Inhalte und Themen, an denen sie mit Kolleg:innen aus der Region arbeiten möchten. · Die Planung und Umsetzung interkommunaler Projekte wird durch Projektgruppen begleitet. Die meisten Projektgruppen beraten regionale Radwege oder SPNV-Projekte für eine nachhaltige Mobilitätsentwicklung. · Ein weiteres Format für die regionale Diskussion ist der RegioSalon. Bei einem Come together können Politiker:innen und interessierte Fachkolleg:innen sowie Kooperationspartner:innen aus der ganzen Region Gespräche mit inspirierenden Vorträgen verbinden. Der RegioSalon lädt ein, über den Tellerrand hinauszuschauen, neue Themen zu entdecken und regionale Entwicklungen anzustoßen. · Jede Stadt und der Kreis haben regionalpolitische Sprecher:innen bestimmt; sie agieren in ihrer Kommune und im Kreis „nach innen“ und unterstützen die Arbeit des RegioNetzWerks. Sie werben dabei für den Blick „über den eigenen Tellerrand“ in die Region hinein. Der Kontakt zwischen den Sprecher:innen und dem RegioNetzWerk wird durch die Beigeordneten und die Kolleg:innen aus dem Team RegioNetzWerk sichergestellt. · Das RegioNetzWerk wird durch eine Geschäftsstelle RegioNetzWerk organisiert. Diese ist zuständig für die Steuerung des Netzwerks und dessen Arbeit und fungiert als inhaltlicher Impulsgeber. Die Geschäftsstelle ist Antenne für neue Entwicklungen und recherchiert Förderangebote, hält Kontakt zu den relevanten Ministerien und der Bezirksregierung. Die Geschäftsstelle moderiert alle Gremien, Projektgruppen und Veranstaltungen. Die Geschäftsstelle ist extern vergeben und wird von allen Netzwerkpartnern finanziert. Der Kern des Netzwerks sind unsere Plattformen für den regionalen Wissenstransfer Ein besonderes Format des fachlichen Austauschs im RegioNetzWerk sind die Plattformen für den regionalen Wissenstransfer. Hier treffen sich die Fachkolleg:innen der Netzwerkpartner aus den jeweiligen Fachverwaltungen und beraten Lösungen für die aktuellen Herausforderungen in der Region. Seit fast zwei Jahren treffen sich die Plattformen nun regelmäßig in Präsenz. Die Kolleg:innen der jeweiligen Plattform bestimmen die Themen des Voneinander Lernens selber, die Geschäftsstelle organisiert die Treffen und bei Bedarf Referent:innen, moderiert die Sitzungen und ist das Bindeglied zwischen allen Plattformen. Zu folgenden Themen arbeiten die Plattformen intensiv zusammen: · Bauleitplanung · Nachhaltige Mobilität · Energie und Umwelt · Klimafolgenanpassung · Freiraumentwicklung Jede Plattform trifft sich drei- bis viermal im Jahr. Neben den Themen entscheiden die Teilnehmenden über die Art der Zusammenarbeit. Auch eine gemeinsame Bereisung oder der Besuch von Best-Practice-Projekten sind denkbar. Die Plattformen leben von einem gemeinsamen Interesse an einem Austausch und einer Arbeit an regional relevanten Themen.

Ziel
Das RegioNetzWerk bearbeitet auf den strategischen Ebenen die aktuellen planerischen Herausforderungen der nachhaltigen integrierten Siedlungs- und Mobilitätsentwicklung. Das RegioNetzWerk versteht sich als regionales Lernmedium, bei dem durch fachlichen Austausch, regionale Zusammenarbeit und regionale Projekte die Städte voneinander lernen und dadurch eine bessere planerische Qualität und mehr Innovation erreichen. Ein wichtiges Ziel des RegioNetzWerks ist somit, sich durch Wissenstransfer als regionaler Think Tank zu etablieren. Unsere Themen sind neben der Integrierten Siedlungsentwicklung und Nachhaltigen Mobilitätsentwicklung auch Klimafolgenanpassung, Energie und Umwelt sowie Freiraumentwicklung. Bei allen Themen sollen die größeren regionalen als rein lokale Potenziale herausgearbeitet werden. Das zentrale Ziel der Plattformen ist es, sich zu verschiedenen Themen auszutauschen, Erfahrungen und Wissen weiterzugeben und kommunale Herausforderungen regional zu diskutieren und abzustimmen. Dadurch, dass sowohl Metropolen als auch die umliegenden „kleineren“ Städte kooperieren, können die gemeinsamen Herausforderungen wie Wohnraumbedarf, Mobilitätswende, Energiewende und Klimawandel aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet und gemeinsam Lösungsstrategien gefunden werden.

Anlass
Das RegioNetzWerk hat sich als Stadtumlandverbund zusammengeschlossen, um gemeinsam den Herausforderungen des hohen Siedlungsdrucks durch nachhaltiges und gemeinsam abgestimmtes Vorgehen zu begegnen. 2023 hat sich das RegioNetzWerk neu aufgestellt, nachdem viele Projekte der Anfangsphase auf dem Weg gebracht wurden. 2023 wurde ein neuer Kooperationsvertrag für die Zusammenarbeit unterzeichnet; seitdem ist auch die Stadt Neuss Teil des RegioNetzWerks. Der Anlass für den Zusammenschluss ist die eindeutige Erkenntnis, dass eine Kommune die großen Herausforderungen nicht alleine lösen kann. So sollen im RegioNetzWerk gemeinsame Strategien entwickelt und abgestimmt werden, die zu effizienteren Lösungen führen. Auch das Voneinander Lernen, der enge Kontakt zum „gleichen Amt der Nachbarkommune“ und der schnelle Austausch von Wissen machen den teilnehmenden Netzwerkpartnern die tägliche Arbeit und Entscheidungen leichter. Ein gemeinsames Standing kann und soll helfen, bei richtigen Entscheidungen standhaft zu bleiben.

Kurzprofil
Das sind unsere Themen und unsere Arbeitsweise: · Das RegioNetzWerk arbeitet an nachhaltigen, regional bedeutsamen integrierten Siedlungs- und Mobilitätsprojekten im Neubau und an der Erneuerung im Bestand – Wir lernen von den Erfahrungen der anderen Netzwerkpartner. · Übergreifend werden die Themen der Klimaanpassung, des Klimaschutzes und der Energiewirtschaft in der integrierten Siedlungs- und Mobilitätsentwicklung bearbeitet – Wir lassen fachübergreifende Integration lebendig werden. · Das Netzwerk diskutiert Qualitäten, damit die Region gemeinsam besser auf die Herausforderungen reagieren kann. Das Netzwerk entwickelt eine gemeinsame Haltung und legt Qualitäten fest, die in der Region anerkannt werden – Wir sind regionaler Think Tank. · Durch die Zusammenarbeit ist das RegioNetzWerk Sprachrohr für die Region. Es sorgt für einen politischen Konsens für nachhaltige, regional relevante Projekte – Wir arbeiten mit der Politik an einer besseren Umsetzung unserer Ziele. Wir verfolgen neue Ansätze der integrierten Raumentwicklung, die langfristig zu wirksamen Lösungen für die drängenden Herausforderungen, vor denen die Region steht, führen. In enger Kooperation gestalten die Partner die Aufgaben der räumlichen Entwicklung. Wir als Netzwerk aus starken und eigenständigen Partnern sehen die Partnerschaft als Basis für eine neue interkommunale Planungsepoche. Im Fokus der Bearbeitung stehen innovative, nachhaltige und interdisziplinäre Lösungsansätze zur Bewältigung der Fragen sozialer und nachfragegerechter Wohnraumversorgung, verträglicher Verteilung von Nutzungs- und Flächenansprüchen sowie der Organisation der Mobilität innerhalb der Region. Hinzu kommen gesellschaftliche Herausforderungen wie Klimawandel, soziale Disparitäten, digitale Revolution, verändertes Mobilitätsverhalten und flexiblere Lebensstile. Die Antworten des RegioNetzWerks sind auf die spezifischen und aktuellen Herausforderungen und Potenziale der jeweiligen Kooperationspartner zugeschnitten.

Gewinn der Kooperation
Das RegioNetzWerk hat den Anspruch, eine gemeinsame Haltung für die Lösung der anstehenden Aufgaben zu finden. Das planerische Zusammengehörigkeitsgefühl und die praktische Zusammenarbeit in der Region werden gestärkt werden. Durch das bessere Kennenlernen soll das Wissen aus den einzelnen Fachabteilungen von der einen Stadt in die Fachabteilung der anderen Stadt fließen; alle profitieren von den Antworten anderer Städte auf eigene Fragen. Wichtigstes Kennzeichen der Kooperation ist ein „geerdeter“, pragmatischer Ansatz der verbindlichen Projektzusammenarbeit. Konkrete Projekte werden zügiger, effizienter, innovativer und abgestimmter umgesetzt. Wichtige beratende, assoziierte Partner auf der operativen Ebene sind der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr, der Rhein-Kreis Neuss, die Rheinbahn, das Regionalmanagement Düsseldorf Kreis Mettmann und andere regionale Kooperationen. Mit unserer Arbeit kann Transformation nicht nur punktuell, sondern strategisch, großflächig und integriert stattfinden – und das über die Grenzen von Kommunen hinweg.

Grad der Innovation
Das RegioNetzwerk zeichnet sich dadurch aus, dass es eine große Vielfalt an Austausch- und Transferformaten bietet. Während bei der BeigeordnetenKonferenz die Dezernate die allgemeine Richtung festlegen, kommen bei den Plattformen die Fachkolleg:innen der verschiedenen Kommunen zusammen, um sich detailliert über bestimmte Themen auszutauschen. Beim RegioSalon können dann sowohl Mitglieder der Fachverwaltungen als auch aus der Politik gemeinsam tiefer in ein Thema einsteigen. So bietet das RegioNetzWerk Austausch auf verschiedenen Ebenen für verschiedene Akteur:innen aus den Kommunen an. Das erlaubt einen tiefgehenden sowie breitflächigen Wissensaustausch. Besonders ist außerdem, dass die Mitglieder des Netzwerks nicht nur zum Austausch zusammen kommen, sondern aktiv an der thematischen Ausgestaltung des Netzwerks beteiligt sind. So ist sichergestellt, dass die Themenschwerpunkte relevant für die aktuelle Arbeit der Kommunen ist. Mit der gemeinsamen Finazierung der unabhängigen Geschäftsstelle, sind alle Kommunen gleichwertige Partner des RegioNetzWerks.

Zukunftsfähigkeit/ Nachhaltigkeit
Als RegioNetzWerk sind wir auf eine langfristige Zusammenarbeit ausgerichtet. Schon 2023 wurde mit einem Grundsatz- und Strategiekonzept bestimmt, dass die Zusammenarbeit wichtig ist und dauerhaft sein soll. Aktuell arbeiten wir an der Aktualisierung unseres Zukunftskonzepts, auf dem der aktuelle Stand des Netzwerks basiert. Hier sind die Ziele, Strukturen sowie die konkreten Projekte und Konzepte für unsere zukünftige Arbeit festgeschrieben. Als Beispiel für ein angedachtes und verbindendes Konzept sei ein regionales Freiflächenkonzept genannt, das in der Plattform Freiraumplanung diskutiert wird. Hier sollen gemeinsame Strategien mit den räumlichen Schnittstellen in Natur und Umwelt beraten werden. Das RegioNetzWerk hat sich als wichtiger Akteur in der Region etabliert, kooperiert mit anderen Netzwerken und bringt sich in andere regionale Formate ein. Seit dem Start hat sich die Zusammenarbeit im RegioNetzWerk stetig gefestigt.

Dokumente
https://landespreis.interkommunales.nrw/wp-content/uploads/2026/02/Anhang_Broschuere_A3-digi.pdf

Bestätigung
1

Eingegangen am
06.02.2026 00:00

Eingereicht am
09.02.2026 12:34