Bewerbung beim Landespreis



Titel der Einreichung
Kräfte Bündeln - Interkommunale Zusammenarbeit der Feuerwehren Drensteinfurt, Ahlen & Sendenhorst

Kategorie
Krisenbewältigung

Name der Kommune/des Verbandes
Stadt Drensteinfurt

Fachbereich/Abteilung
Fachbereich 3 - SG3.1 Feuerwehr

Ansprechpartner
Herr Frank Kronshage

E-Mail-Adresse
f.kronshage@drensteinfurt.de

Telefonnummer
02508/995-1300

Kurzbeschreibung
Die drei beteiligten Kommunen haben ein gemeinsames Löschwasserkonzept erstellt und gleichzeitig wurde eine Zusammenarbeit der Feuerwehren eingeleitet. Hier werden gemeinsame Einheiten gebildet um bei Brandeinsätzen Löschwasser zielgerichtet transportieren und fördern zu können. Ebenfalls gibt es Einheiten um bei lokalen Unwetterereignissen schnelle Hilfe aus den Nachbarkommunen zu erhalten, bevor Kreis- oder Landeskonzepte der überörtlichen Hilfe greifen.

Ziel
Ziel ist es eine effiziente und rechtssichere Löschwasserplanung in den beteiligten Kommunen zu bekommen sowie im Einsatzfall bei Brand- und Unwettereinsätzen, schnelle vorgeplante Unterstützung leisten zu können. Im Umkreis von Großstädten ist insbesondere tagsüber die Einsatzbereitschaft aufgrund auswärtig arbeitenden Einsatzkräften reduziert. So dass bei besonderen Einsätzen eine Unterstützung notwendig und sinnvoll ist. Synergien entstehen durch gemeinsame Beschaffungen, das Löschwasserkonzept sowie gemeinsame Einsatzpläne der Feuerwehr

Anlass
Der Anlass der Zusammenarbeit lag im Erfordernis der Kommunen, die Löschwassersituation im Innen- und Außenbereich betrachten zu müssen. Ebenfalls gab es den Wunsch der Feuerwehren sich Gedanken zu gemeinsamen Einheiten zu machen, welche Effizienz im Einsatzfall bringen und jede Kommune im Einsatzfall nur gering in der Einsatzbereitschaft schwächen. Auf Ebene der Feuerwehr hat sich die Zusammenarbeit im Projektverlauf als sehr effektiv, fruchtbar und sinnvoll herausgestellt.

Kurzprofil
Drensteinfurt, Ahlen und Sendenhorst (DAS) sind drei benachbarte Kommunen im Kreis Warendorf im südlichen Münsterland. Die Stadt Ahlen ist mit rund 52.000 Einwohnern auf einer Fläche von etwa 123 km² die größte Kommune im Verbund und verfügt über eine Freiwillige Feuerwehr mit hauptamtlichen Kräften sowie fünf Löschzügen in den Ortsteilen. Die Stadt Sendenhorst hat rund 14.000 Einwohner auf etwa 96 km². Die Feuerwehr ist als Freiwillige Feuerwehr organisiert und besteht aus drei Löschzügen in Sendenhorst und Albersloh. Die Stadt Drensteinfurt zählt etwa 16.000 Einwohner bei einer Fläche von rund 106 km². Die Freiwillige Feuerwehr gliedert sich in drei Löschzüge in Drensteinfurt, Rinkerode und Walstedde. Mit insgesamt ca. 600 aktiven Einsatzkräften und ca. 1.000 Gesamtmitgliedern, stellt der DAS-Verbund aktuell den größten Zusammenschluss von Feuerwehren im Kreis Warendorf dar.

Gewinn der Kooperation
Der Gewinn liegt in einem sehr wirtschaftlichem gemeinsamen Löschwasserkonzept sowie der Erkenntnis vieler Herausforderungen bei solchen gemeinsamen Konzepten. Bei den Feuerwehren liegt der Gewinn neben finanziellen Einsparungen in der zukünftigen Effizienz der Einheiten. Zuletzt gibt es einen großen gemeinsamen Gewinn im Bereich der Digitalisierung, da die Feuerwehren sehr aufwendig gemeinsame Einsatzpläne für den Außenbereich jeder Kommune erstellen.

Grad der Innovation
Der Grad der Innovation ist bei dem gemeinsamen Löschwasserkonzept hoch, da dieses bisher nach Rückmeldung der angefragten Gutachterbüros in NRW eher unüblich ist und bei den Unternehmen großes Interesse an einer Zusammenarbeit bestand. Ebenfalls lässt sich der Grad der Digitalisierung als sehr hoch und Innovativ bewerten. Alle beteiligten Einsatzfahrzeuge erhalten ein digitales Endgerät zur Einsatzunterstützung. Dort werden alle Wasserentnahmestellen der Kommunen gebündelt. Des Weiteren wird aktuell für jeden Hof und Siedlungsbereich ein individueller digitaler Einsatzplan erstellt, welcher Anfahrten, Fahrtrichtungen, Positionierung von Faltbehältern und Verstärkerpumpen enthält. Dieses sichert einen schnellen Einsatzerfolg, da die unterstützenden Kräfte teilweise keine Ortskenntnis mitbringen.

Zukunftsfähigkeit/ Nachhaltigkeit
Das Projekt ist grundsätzlich als Zukunftsfähig und Nachhaltig zu bewerten und Anfang 2026 sollen die Einheiten der Feuerwehr alarmierbar sein. Die Erfahrungen aus Einsätzen und Übungen sollen in das Projekt einfließen und nach jetzigem Projektstand ist eine unbefristete Verlängerung der Zusammenarbeit geplant. Im Kontakt zum Kreis Warendorf gibt es Bestrebungen Teilbereiche in spätere Kreis Konzepte für die Feuerwehren zu überführen.

Dokumente


Bestätigung
1

Eingegangen am
06.02.2026 00:00

Eingereicht am
06.02.2026 12:37