Bewerbung beim Landespreis



Titel der Einreichung
Interkommunales Fördermanagement der Gemeinden Heek, Legden und Schöppingen

Kategorie
Informationsaustausch & Vernetzung

Name der Kommune/des Verbandes
Gemeinde Schöppingen

Fachbereich/Abteilung
Fachbereich 2

Ansprechpartner
Maria Fuchs

E-Mail-Adresse
maria.fuchs@schoeppingen.de

Telefonnummer
02555/8836

Kurzbeschreibung
Die Gemeinden Heek (8.815 EW), Legden (7.511 EW) und Schöppingen (7.033 EW) verfügen jeweils nur über begrenzte personelle Kapazitäten für eine umfassende Fördermittelsuche, -beantragung und -abwicklung. In Zeiten knapper Kassen sind Fördermittel jedoch essenziell, um Investitionen in Infrastruktur, Wohnungsbau, Klimaschutz etc. zu ermöglichen. Die Gemeinden möchten gemeinsam besser darin werden, zur Entlastung ihrer Haushalte öffentliche Fördermittel für ihre Projekte zu finden, zu beantragen und zu verwalten. Um dies zu erreichen, werden die Stundenanteile, die den einzelnen Mitarbeitern in den Kommunen für das Fördermittelmanagement zur Verfügung stehen, gebündelt und durch die Gründung eines gemeinsamen interkommunalen Fördermittelmanagements (IFM) zentral für Recherche, Vorauswahl, Prüfung und Koordination von Fördermittel eingesetzt. Somit profitieren alle drei Gemeinden vom Fachwissen der Fördermittelmanager, die für alle drei Kommunen zuständig sind. Hierzu bedienen sich die Kommunen der Unterstützung vom Fachnetzwerk Fördermittel NRW. Alle drei Kommunen sind Mitglied im Fördernetzwerk.

Ziel
Das Ziel besteht darin, die Fördermittelsuche und -beantragung zu professionalisieren, zeitliche sowie personelle Ressourcen zu schonen und durch Kooperation nachhaltige Wirkung zu erzielen. Erwartet wird ein Effizienzgewinn durch Synergien: Gemeinsame Nutzung von Personal, Vorlagen, Prozessschritten und Dokumentation, Standardisierung von Anträgen sowie gemeinsame Ideenentwicklung. Erwartet wird auch eine Entlastung der kommunalen Haushalte durch ein strukturiertes Vorgehen bei der Nutzung von Fördermitteln.

Anlass
Die Gemeinden Heek und Schöppingen haben bereits in der Vergangenheit Mitarbeiterstunden für das Fördermittelmanagement bereitgestellt. In Legden wurde das Fördermittelmanagement ohne Ausweisung von Zeitanteilen mit erledigt. Tatsächlich ist die Suche nach passenden Fördermitteln sehr zeitaufwendig, oft redundanzbehaftet und ineffizient. Die Abwicklung bewilligter Förderprojekte ist zeitlich aufwendig und erfordert ein hohes Maß an Know-how. Heek, Legden und Schöppingen arbeiten bereits seit vielen Jahren aufgrund fehlender personeller Ressourcen in mehreren Projekten vertrauensvoll und gut zusammen (IT, Archivwesen etc.) Aus diesen Kooperationen entstand die Idee, auch im Bereich Fördermittelmanagement zusammenzuarbeiten, um Effizienz und Effektivität der Verwaltung beim Einsatz öffentlicher Fördermittel zu steigern. Es folgte die Einrichtung des IFM und anschließend die Ausarbeitung einer Dienst-/ Handlungs-anweisung, die aktuell final fertiggestellt wird. Die Umsetzung dieser Dienst-/ Handlungsanweisung soll durch digitale Werkzeuge optimiert werden. In allen drei Kommunen sollen so einheitliche Strukturen für das Fördermittelmanagement etabliert und gelebt werden.

Kurzprofil
Die Gemeinden Heek, Legden, Schöppingen arbeiten seit vielen Jahren in verschiedenen Bereichen eng zusammen (z. B. IT, Archivwesen). Aufbauend auf der seit vielen Jahren bereits praktizierten vertrauensvollen Zusammenarbeit entstand die Idee, zur Entlastung der kommunalen Haushalte auch im Bereich Fördermittelmanagement durch die Gründung des IFM gemeinsam tätig zu werden. Die Gemeinden Heek und Schöppingen stellen hierfür ihre bereits vorhandenen Mitarbeiterstunden für das IFM zur Verfügung. Diese sog. Fördermittelmanager sind für alle drei Kommunen zuständig. Das IFM ist zuständig für die Fördermittelsuche, Fördermittelbeantragung, Förderabwicklung und das Fördercontrolling für alle drei Kommunen. Die organisatorischen Strukturen als auch die Abläufe in den Verwaltungen werden hierfür entsprechend angepasst.

Gewinn der Kooperation
Durch strategische Akquise und rechtskonforme Umsetzung bei der Beantragung von Fördermitteln werden die kommunalen Haushalte entlastet werden. Die Einrichtung des IFM reduziert den Verwaltungsaufwand insgesamt. Doppelarbeiten werden vermieden und Ressourcen geschont. Vorhandenes Wissen kommt allen drei Kommunen zugute. Es können mehr Projekte mit Fördermitteln realisiert werden. Ein ständiger Wissenstransfer ist durch den regelmäßigen Austausch der Fördermittelmanager gewährleistet. Eine bislang nicht vorhandene Vertretung im Urlaubs- und Krankheitsfall ist gewährleistet. Für die aufgrund ihrer Größe und Struktur vergleichbaren Kommunen können u.U. gleichlautende bzw. ähnliche Förderanträge gestellt werden, was Zeit spart Regionaler Mehrwert wird geschaffen.

Grad der Innovation
Interkommunale Zusammenarbeit gibt es in Heek, Legden und Schöppingen bereits in einigen Bereichen. Neu ist hier, dass 2 Mitarbeiterinnen aus den Gemeinden Heek und Schöppingen das Fördermittelmanagement für alle drei Kommunen übernehmen, wodurch eine verlässliche gemeinsame Struktur und Vertretung entsteht. Die zentrale Nutzung von Ressourcen, Prozessen und Dokumentationen über drei Kommunen hinweg sowie die Standardisierung von Abläufen markieren eine markante Weiterentwicklung gegenüber bisherigen isolierten Ansätzen. Die Gründung des IFM ist bislang einzigartig in NRW.

Zukunftsfähigkeit/ Nachhaltigkeit
Das Projekt setzt auf eine langfristige, stabile Struktur zur effizienteren Nutzung öffentlicher Fördermittel. Durch gemeinsame Ressourcen, standardisierte Prozesse und Wissensaustausch werden Projekte nachhaltiger finanziert, wodurch Investitionen in Infrastruktur, Wohnungsbau und insbesondere auch Klimaschutzmaßnahmen gezielter umgesetzt werden können. Die Belange des Klimaschutzes werden explizit in Planung und Umsetzung berücksichtigt.

Dokumente
https://landespreis.interkommunales.nrw/wp-content/uploads/2026/02/2026_02_06-IFM-Entwurf-Handlungsanweisung.pdf

Bestätigung
1

Eingegangen am
09.02.2026 00:00

Eingereicht am
09.02.2026 09:59