Bewerbung beim Landespreis
Titel der Einreichung
URBAN.KI
Kategorie
Umwelt, Planung & Infrastruktur
Name der Kommune/des Verbandes
Stadt Gelsenkirchen
Fachbereich/Abteilung
gkd-el
Ansprechpartner
Marlene Damerau
E-Mail-Adresse
kommunikation@gkd-el.de
Telefonnummer
02091699035
Kurzbeschreibung
URBAN.KI ist die deutsche KI-Initiative zur Entwicklung praxisnaher KI-Lösungen für die Stadt- und Regionalentwicklung. Als Projekt der Stadt Gelsenkirchen – gefördert durch das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen im Rahmen des Bundesprogramms „Modellprojekte Smart Cities“ – arbeitet URBAN.KI gemeinsam mit der Westfälischen Hochschule in Gelsenkirchen und mit wissenschaftlichen Partnern, wie dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (dfki), Fraunhofer FOKUS, Fraunhofer IAIS und PROSOZ Herten GmbH an anwendungsorientierten Lösungen für Kommunen in Deutschland. Über verschiedene Beteiligungsformate sind die Projekte auch offen für interessierte Kommunen mit ähnlichen Fragestellungen.
Ziel
Die Kernziele von URBAN.KI liegen in der Förderung und Entwicklung praxisnaher KI-Anwendungen, die gezielt städtische Herausforderungen in Bereichen wie Stadtplanung, Mobilität, Umwelt, Klimaschutz, Verwaltungsprozesse und Bevölkerungsschutz adressieren. Ein weiteres zentrales Ziel ist die Unterstützung von Kommunen bei der praktischen Umsetzung von KI-Projekten, einschließlich Prototyping und Tests, sodass der Nutzen von Künstlicher Intelligenz unmittelbar erfahrbar wird. Darüber hinaus setzt das Projekt auf die Vernetzung von Kommunen, Forschungseinrichtungen und weiteren Akteurinnen und Akteuren, um Wissen zu teilen, Kooperationen zu initiieren und Innovationspotenziale zu heben. URBAN.KI verfolgt zudem das Ziel, Städte und Regionen durch KI-gestützte Lösungen smarter, nachhaltiger und resilienter zu gestalten, sodass aktuelle und künftige Herausforderungen effizient bewältigt werden können. Schließlich wird großer Wert daraufgelegt, die entwickelten Ergebnisse und Prototypen allen Kommunen zugänglich zu machen, beispielsweise über Open-Source-Veröffentlichungen, um die Erkenntnisse breit nutzbar und übertragbar zu machen.
Anlass
Der Anlass für URBAN.KI liegt in der grundlegenden Frage, wie Kommunen die Potenziale von Künstlicher Intelligenz (KI) konkret nutzen können, um aktuelle und künftige Herausforderungen des urbanen Raums effizient, nachhaltig und praxisnah zu bewältigen. Kommunen stehen vor vielfältigen Aufgaben – etwa in der Stadt- und Mobilitätsplanung, beim Klimaschutz, bei der Umweltplanung, dem Bevölkerungsschutz, dem Gebäudeschutz sowie bei der Digitalisierung von Verwaltungsprozessen, der demografischen Entwicklung oder im Bevölkerungsschutz –, die durch komplexe Datenlagen und wachsende Anforderungen zunehmend anspruchsvoll werden. KI bietet hier ein erhebliches Potenzial zur Effizienzsteigerung, zur besseren Nutzung vorhandener Datenbestände und zur Entwicklung innovativer, übertragbarer Lösungen. URBAN.KI wurde daher initiiert, um dieses Potenzial gezielt zu erschließen, KI-Anwendungen zu entwickeln, zu testen und für alle deutschen Städte und Gemeinden zugänglich zu machen. Das Projekt bündelt dazu kommunales Fachwissen mit wissenschaftlicher und technischer Expertise und wird im Rahmen des Bundesprogramms „Modellprojekte Smart Cities“ umgesetzt.
Kurzprofil
URBAN.KI ist die deutsche KI-Initiative für Kommunen und ein bundesweites Modellprojekt im Rahmen der „Modellprojekte Smart Cities“. Das Projekt wird von der Stadt Gelsenkirchen getragen, durch das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen gefördert und von der Westfälischen Hochschule umgesetzt. Ziel von URBAN.KI ist es, Künstliche Intelligenz gezielt zur Lösung zentraler kommunaler Herausforderungen einzusetzen, indem praxisnahe, übertragbare KI-Lösungen für Städte und Landkreise in Deutschland entwickelt, erprobt und als Open-Source-Ressourcen bereitgestellt werden. Anlass für das Projekt ist die wachsende Komplexität kommunaler Aufgaben in Bereichen wie Stadtentwicklung, Mobilität, Klima, Verwaltung, Energie und Sicherheit bei gleichzeitig steigenden Datenmengen und technologischen Möglichkeiten, die bislang in vielen Kommunen nur unzureichend genutzt werden. In enger Zusammenarbeit mit Forschung und Praxis entwickelt URBAN.KI konkrete Anwendungsfälle, die reale Probleme aus dem kommunalen Alltag adressieren. Dazu gehören KI-gestützte Verfahren zur automatischen Erkennung von Versiegelungsflächen, Gründächern und Solaranlagen aus Luftbildern, eine universelle KI-Engine zur Auswertung von Geodaten, Prognosemodelle für On-Demand-Verkehre im ländlichen Raum sowie automatisierte Prüfungen zur Einhaltung der Solarpflicht bei Dachbauten. Weitere Use Cases befassen sich mit einer KI-gestützten Energieberatung für Bürgerinnen und Bürger, einer modularen KI-Plattform zur Stärkung der kommunalen IT-Sicherheit, der Prognose und Analyse der Ausbreitung von Schadstoffen im Bevölkerungsschutz, einem barrierearmen KI-Chatbot für den Zugriff auf Karten und Geodaten sowie der KI-gestützten Digitalisierung von Bauakten zur Beschleunigung von Verwaltungsprozessen. Diese Anwendungen werden gemeinsam mit beteiligten Kommunen und Landkreisen wie unter anderem Recklinghausen, Unna, Osnabrück, Herten, Wittmund, Solingen, Schwerte, Leipzig und Heiligenhaus entwickelt und in der Praxis erprobt. Getragen wird URBAN.KI von einem starken Konsortium aus Wissenschaft, Verwaltung und Wirtschaft. Neben der Westfälischen Hochschule als Projektleitung sind das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI), die Fraunhofer-Institute FOKUS und IAIS sowie die PROSOZ Herten GmbH beteiligt. Ergänzt wird das Projekt durch einen fachlichen Beirat aus kommunaler Praxis, Verwaltung und Fachinstitutionen, der die strategische Ausrichtung und die Auswahl der Use Cases begleitet. Die im Projekt entstehenden KI-Lösungen, Modelle und Dokumentationen werden über Open-Source-Plattformen öffentlich zugänglich gemacht, sodass alle Kommunen in Deutschland von den Ergebnissen profitieren können. URBAN.KI versteht sich damit als zentrale Transfer- und Innovationsplattform, die Künstliche Intelligenz in den kommunalen Alltag überführt und Städte und Gemeinden dabei unterstützt, effizienter, nachhaltiger und resilienter zu werden.
Gewinn der Kooperation
Der Gewinn der Kooperation im Rahmen von URBAN.KI liegt vor allem in der Bündelung von Fachwissen, praktischer Erfahrung und technologischer Expertise. Durch die enge Zusammenarbeit von Forschungseinrichtungen, Hochschulen, Kommunen und weiteren Partnern entstehen Synergien, die die Entwicklung praxisnaher KI-Lösungen ermöglichen, die gezielt auf die Bedürfnisse der Städte und Landkreise zugeschnitten sind. Gleichzeitig werden Risiken und Kosten bei der Einführung neuer Technologien reduziert, da die Partner ihre Erfahrungen und Ressourcen teilen und redundante Entwicklungsarbeit vermieden wird. Ein weiterer Vorteil der Kooperation besteht darin, dass die entwickelten Lösungen nicht nur einzelnen Kommunen zugutekommen, sondern übertragbar und skalierbar für viele Städte in Deutschland sind, wodurch ein langfristiger Nutzen für die gesamte kommunale Landschaft entsteht. Darüber hinaus fördert die Zusammenarbeit den Wissenstransfer und stärkt die digitale Kompetenz der Mitarbeitenden in den Kommunen, sodass diese in die Lage versetzt werden, KI-Technologien künftig eigenständig einzusetzen. Insgesamt trägt die Kooperation dazu bei, innovative Ansätze zur Bewältigung urbaner Herausforderungen zu entwickeln und Städte effizienter, nachhaltiger und resilienter zu gestalten, wodurch URBAN.KI als zentrale Plattform für praxisorientierte und zukunftsgerichtete Stadtentwicklung fungiert.
Grad der Innovation
Der Grad der Innovation von URBAN.KI zeigt sich insbesondere in der Verbindung von Künstlicher Intelligenz mit kommunalen Prozessen und Strukturen, die bisher nur unzureichend digitalisiert oder automatisiert waren. Das Projekt geht über reine Forschungs- oder Pilotanwendungen hinaus, indem es praxisnahe, übertragbare KI-Lösungen entwickelt, die direkt in den kommunalen Alltag integriert werden können. Durch die Auswahl und Umsetzung konkreter Use Cases (fünf von insgesamt neun Use Cases werden in interkommunaler Kooperation entwickelt) in Bereichen wie Stadtplanung, Mobilität, Energie, Klimaschutz, Verwaltung und Sicherheit entstehen neue Werkzeuge und Methoden, die bisher in dieser Form nicht systematisch erprobt wurden. Gleichzeitig fördert URBAN.KI die Kooperation zwischen Städten, Forschungseinrichtungen und Technologiepartnern, wodurch innovative Lösungsansätze entstehen, die sowohl technologisch fortschrittlich als auch unmittelbar praxisrelevant sind. Der Fokus auf offene Plattformen und Open-Source-Veröffentlichungen erhöht die Skalierbarkeit und Übertragbarkeit der Entwicklungen, wodurch Innovation nicht nur punktuell, sondern für die gesamte kommunale Landschaft nutzbar wird. Insgesamt zeichnet sich der Grad der Innovation von URBAN.KI dadurch aus, dass technologisches Potenzial mit kommunalem Bedarf verknüpft wird, wodurch neue, nachhaltige und effiziente Ansätze für die Stadtentwicklung entstehen.
Zukunftsfähigkeit/ Nachhaltigkeit
Die Stadt Gelsenkirchen arbeitet mit den existierenden und neu hinzugekommenen wissenschaftlichen Partnern an der Verstetigung des Projekts mit der Gründung des „Deutschen KI-Instituts für Kommunen“, sowie an der Weiterentwicklung der entwickelten Prototypen, z.B. in Kooperation mit dem KDN.
Dokumente
Bestätigung
1
Eingegangen am
09.02.2026 00:00
Eingereicht am
09.02.2026 13:03