Bewerbung beim Landespreis
Titel der Einreichung
Smart Village App Community
Kategorie
Sonderkategorie: Shared Service Center
Name der Kommune/des Verbandes
Stadt Detmold / Appmold
Fachbereich/Abteilung
Verwaltungsvorstand / Digitalisierung, Modelprojekt Smart Cities
Ansprechpartner
Theo Schröder
E-Mail-Adresse
t.schroeder@detmold.de
Telefonnummer
05231977194
Kurzbeschreibung
Die Smart Village App Community ist eine interkommunale Kooperations- und Betriebsgemeinschaft rund um die kommunale Open-Source-Anwendung Smart Village App. Sie koordiniert Weiterentwicklung, Austausch und Wissenstransfer für eine offene, modulare Anwendung der digitalen Daseinsvorsorge. Die von derzeit sechs Kommunen gemeinsam getragene Koordinationsstelle inkl. Sprecher fungiert als zentrale Anlaufstelle und ermöglicht perspektivisch allen aktuell rund 50 anwendenden Kommunen bundesweit- acht davon gefördert durch das MPSC - einen nachhaltigen, souveränen und dauerhaften Betrieb der App. Zentrale Elemente sind gemeinsame technische Standards, geteilte Wissens- und Best-Practice-Ressourcen, regelmäßige Community-Treffen sowie die koordinierte Weiterentwicklung einzelner Komponenten im Open-Source-Modell – als dauerhaftes interkommunales Shared Service Center. Eine Listen- und Kartenübersicht aller beteiligten Kommunen und Nutzenden findet sich unter svacommunity.org im Bereich „Community“.
Ziel
Ziel der Smart Village App Community ist es, kommunale Digitalisierung am Beispiel der Smart Village App als Gemeinschaftsaufgabe zu organisieren und dauerhaft tragfähig zu machen. Anstelle isolierter Einzellösungen entsteht ein kooperatives Modell, in dem Kommunen digitale Services gemeinsam entwickeln, nutzen und verantworten. Die Vision ist ein interkommunales Shared Service Center, das: • digitale Daseinsvorsorge langfristig absichert, • Bürgerleistungen im Sinne des OZG kommunal gebündelt online und via App bereitstellt, • kommunale Souveränität stärkt, • Ressourcen bündelt und • Innovation durch Kooperation ermöglicht. Langfristig dient die Community als übertragbares Modell für digitale interkommunale Kooperationen bundesweit.
Anlass
Anlass zur Gründung der Smart Village App Community war die Erkenntnis, dass viele Kommunen vor identischen digitalen Herausforderungen stehen, diese bislang jedoch parallel, kostenintensiv und häufig nicht nachhaltig lösen. Im Rahmen von Smart-City(-Dialog)-Projekten zeigte sich, dass insbesondere fehlende Verstetigung, hoher Personal- und Kostenaufwand, Wissensverluste nach Projektende sowie Abhängigkeiten von einzelnen Dienstleistern zentrale Hemmnisse darstellen. Für kleinere Kommunen erschweren zudem Haushaltsrestriktionen die redaktionelle Pflege, den Betrieb digitaler Bürgerdienste und die langfristige Sicherung der App. Die Community wurde gegründet, um diesen strukturellen Herausforderungen durch ein gemeinsames inter-kommunales Betriebs- und Kooperationsmodell zu begegnen.
Kurzprofil
4. Kurzprofil a) Smart City Team der Stadt Detmold / Appmold Die Stadt Detmold übernimmt mit der Appmold als Stadt-App eine aktive Rolle in Weiterentwicklung und Anwendung der Smart Village App. Das Smart City Team bringt fachliche, organisatorische und strategische Kompetenzen in die Community ein und steht beispielhaft für kommunale Mitgestaltung im Shared-Service-Ansatz. b) Smart Village App Community Interkommunale Anwender- und Entwicklungsgemeinschaft mit Kommunen und kommunalen Tochtergesellschaften unterschiedlicher Größe und Struktur. Fokus auf gemeinsamen Standards, geteilten Services, systematischem Wissenstransfer und langfristigem Betrieb der digitalen Anwendung. Sprecher: Konrad Traupe Initiator und Koordinator der Smart Village App Community. Vorsitzender der Brandenburger Anwendergemeinschaft bei der TUIV-AG, ehem. Projektleiter MPSC Bad Belzig & Wiesenburg/Mark. Langjährige Erfahrung in kommunaler Digitalstrategie, Smart-City-Projekten, Open-Source-Governance und interkommunaler Zusammenarbeit.
Gewinn der Kooperation
5. Gewinn / Mehrwert der Kooperation Die Smart Village App Community schafft einen klaren Mehrwert für die beteiligten Kommunen: • Stärkung der digitalen Daseinsvorsorge durch verlässliche, kommunal getragene Services • Ressourceneinsparung durch gemeinsame Entwicklung und Betrieb • Systematischer Wissenstransfer über geteilte Wikis, Dokumentationen und Best Practices • Standardisierte Schulungen und Trainings für Verwaltungsmitarbeitende • Langfristiger Betrieb und Verstetigung jenseits projektbezogener Förderlogiken • Reduzierung von Abhängigkeiten von proprietären Anbietern • Beschleunigte Umsetzung durch erprobte Lösungen und gemeinsame Standards Die Kooperation schafft damit eine neue, dauerhaft tragfähige Qualität interkommunaler Zusammenarbeit im digitalen Raum.
Grad der Innovation
Der Innovationsgrad der Smart Village App Community liegt in der Verbindung aus digitaler Plattform, Open-Source-Ansatz und interkommunalem Shared Service Center. Innovativ sind insbesondere die gemeinschaftliche Steuerung digitaler Infrastruktur, die klare Trennung von Software, Betrieb und Governance, die Übertragung von Open-Source-Prinzipien auf kommunale Zusammenarbeit sowie die Skalierbarkeit über kommunale Grenzen hinweg. Die Community etabliert damit ein neuartiges, skalierbares und übertragbares Kooperationsmuster.
Zukunftsfähigkeit/ Nachhaltigkeit
Die Smart Village App Community ist konsequent auf langfristige Nutzbarkeit und Weiterentwicklung ausgelegt. Offene Standards und Open Source sichern Anpassungsfähigkeit und Zukunftsoffenheit, geteilte Verantwortung stärkt Akzeptanz und Identifikation der Kommunen, und der modulare Aufbau ermöglicht schrittweise Erweiterung. Nachhaltige Betriebsmodelle jenseits kurzfristiger Förderprojekte stellen sicher, dass Wissen in der kommunalen Familie verbleibt und dauerhaft genutzt wird. Die Community fördert damit digitale Nachhaltigkeit, Resilienz und kommunale Selbstwirksamkeit als dauerhaftes Fundament zukunftsfähiger interkommunaler Kooperation.
Dokumente
https://landespreis.interkommunales.nrw/wp-content/uploads/2026/02/Einreichung-Landespreis-NRW_Projektvorstellung_Bestaetigung.pdf
Bestätigung
1
Eingegangen am
09.02.2026 00:00
Eingereicht am
09.02.2026 12:46