Bewerbung beim Landespreis
Titel der Einreichung
5 für Südwestfalen
Kategorie
Informationsaustausch & Vernetzung
Name der Kommune/des Verbandes
Südwestfalen Agentur GmbH
Fachbereich/Abteilung
Regionale Entwicklung
Ansprechpartner
Katharina Hogrebe
E-Mail-Adresse
k.hogrebe@suedwestfalen.com
Telefonnummer
0151 2772 8016
Kurzbeschreibung
„5 für Südwestfalen“ ist ein kooperatives Modellprojekt, in dem sich fünf Kommunen (Arnsberg, Bad Berleburg, Menden, Olpe und Soest) gemeinsam mit der Südwestfalen Agentur im Rahmen des bundesgeförderten Vorhabens „Modellprojekte Smart Cities“ zusammengeschlossen haben, um digitale Transformation und nachhaltige Stadtentwicklung in der Region Südwestfalen voranzutreiben. Ziel des Projekts ist es, Smart-City-Strategien und konkrete digitale Lösungen gemeinsam zu entwickeln, Synergien zu nutzen und diese innovativen Konzepte und Projekte– z. B. eine regionale Datenplattform oder intelligente Infrastruktur– umzusetzen, um Städte und Gemeinden zukunftsfähig zu gestalten. Das Projekt fördert den interkommunalen Austausch und schafft übertragbare Modelle für die gesamte Region Südwestfalen.
Ziel
Ziel des Projekts „5 für Südwestfalen“ ist es, durch eine interkommunale Zusammenarbeit zukunftsfähige und nachhaltige Lösungen für Städte und Gemeinden im ländlich-geprägten Raum zu entwickeln und umzusetzen. Die fünf beteiligten Kommunen verfolgen gemeinsam das Ziel, Smart-City-Strategien kooperativ zu erarbeiten und Synergien zu nutzen, um Doppelstrukturen zu vermeiden. Die entwickelten Konzepte sollen übertragbar sein und als Blaupause dienen, um langfristig die Lebensqualität und Innovationsfähigkeit aller Kommunen in Südwestfalen zu stärken.
Anlass
Im Rahmen des Bundesmodellvorhabens „Modellprojekte Smart Cities“ des Bundesministeriums des Inneren, für Bau und Heimat (mittlerweile angesiedelt im Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bau) haben sich die fünf Kommunen Arnsberg, Bad Berleburg, Menden, Olpe und Soest gemeinsam mit der Südwestfalen Agentur zu einem Konsortium zusammengeschlossen, um das kooperative Projekt „Smart Cities: 5 für Südwestfalen“ bis Herbst 2026 durchzuführen. Das Modellprojekt bietet die Gelegenheit, dieses Thema in die Region zu tragen und es gemeinschaftlich über kommunale Grenzen hinweg zu bearbeiten. Südwestfalen mit seinen vielen aktiven Dörfern, Klein- und Mittelstädten und seinen starken Netzwerken ist ein besonders guter Kontext, um die Chancen für einen ländlichen Raum auszuloten.
Kurzprofil
Das Konsortium des Modellprojekts „5 für Südwestfalen“ besteht aus fünf Kommunen in der Region Südwestfalen: • Stadt Arnsberg • Stadt Bad Berleburg • Stadt Menden • Stadt Olpe • Stadt Soest Alle fünf Kommunen vertreten unterschiedliche Kreise Südwestfalens und bringen gemeinsam ihre Erfahrungen und lokalen Rahmenbedingungen in die Projektarbeit ein. Die Südwestfalen Agentur GmbH fungiert dabei als Netzwerkknoten und Koordinator, der die interkommunale Zusammenarbeit organisiert und vernetzt, und die gewonnenen Erkenntnisse allen Kommunen der Region zugänglich macht. Durch dieses kooperative Verbundformat sollen modellhafte Smart-City-Ansätze entwickelt werden, von denen perspektivisch alle 59 Städte und Gemeinden Südwestfalens profitieren können.
Gewinn der Kooperation
Der Gewinn der Kooperation „5 für Südwestfalen“ liegt in ihrem gemeinschaftlichen Ansatz und dem daraus entstehenden nachhaltigen Mehrwert für die gesamte Region. Ziel der Kooperation ist es, im Rahmen des Projekts gemeinsam neues Wissen zu erwerben und Erfahrungen auszutauschen, mit besonderem Fokus auf die offene Zugänglichkeit der gewonnenen Erkenntnisse. Damit fördern wir Transparenz, Nachnutzbarkeit und Innovation weit über die beteiligten Kommunen hinaus. Ein zentraler Vorteil der Zusammenarbeit besteht zudem in der effizienten Ressourcennutzung: Zum Beispiel sind durch die gemeinsame Entwicklung der Datenplattform Kosten nur einmal entstanden – und nicht separat in jeder Kommune. So konnten finanzielle Mittel gebündelt und zielgerichtet eingesetzt werden. Gleichzeitig stärkt die Kooperation die digitale Souveränität der beteiligten Kommunen, da sie gemeinsam gestaltete offene Lösungen nutzen und weiterentwickeln. Darüber hinaus fördert „5 für Südwestfalen“ die interkommunale Vernetzung und den kontinuierlichen Austausch untereinander. Die geschaffene Plattform ist so konzipiert, dass perspektivisch weitere Kommunen unkompliziert angebunden werden können. Zudem eröffnet sie die Möglichkeit, dass einzelne Kommunen Projekte, die bereits über die Datenplattform umgesetzt werden, von anderen Partnern übernehmen und für die eigenen Bedarfe adaptieren. Bereits jetzt gibt es Kommunen, die dieses Angebot annehmen und die Dashboards der Pionierkommunen nachnutzen. Auf diese Weise entstehen Synergien, die Innovation beschleunigen, Doppelarbeit vermeiden und einen echten, nachhaltigen Mehrwert für ganz Südwestfalen schaffen. Ein zentraler Baustein der „5 für Südwestfalen“ ist dabei die „Smart Cities: Schule“ – ein interkommunales Wissens- und Lernformat, in dem Mitarbeitende aus allen Fachbereichen der 59 Kommune in Südwestfalen angesprochen werden, um Erfahrungen und Wissen der fünf Pionierkonmunen „abzugreifen“. Durch den offenen Austausch mithilfe strukturierte Lernformate sollen andere Städte und Gemeinden befähigt werden, Smart-City-Ansätze nachhaltig in ihre lokalen Prozesse zu integrieren. So wird die Innovationskraft der gesamten Region gestärkt und ein Impuls für eine langfristig resilientere, lebenswerte und digitale Gestaltung kommunaler Räume gesetzt.
Grad der Innovation
Kerninnovationen des Projekts sind: • Interkommunales Kooperationsmodell: Fünf Kommunen arbeiten gemeinsam über kommunale Grenzen hinweg und nutzen Synergien und Ressourcen effizient, um gemeinsam skalierbare Smart-City-Lösungen zu entwickeln – ein Ansatz, der in vergleichbarer Form selten für ländliche Regionen verfolgt wird. • Systematischer Wissenstransfer („Smart Cities: Schule“): Durch die “Smart Cities: Schule” wird ein strukturiertes Peer-Learning- und Wissensnetzwerk etabliert, in dem Mitarbeitende aus verschiedenen Kommunen Herausforderungen gemeinsam bearbeiten, indem sie ihre Erfahrungen austauschen und praxisnahe Lösungsansätze entwickeln. Dieses Lernformat geht über klassische Projektberichte hinaus und schafft eine plattformbasierte Lern- und Transferstruktur, die andere Kommunen befähigt, Smart-City-Ansätze selbstständig umzusetzen. • Regionale Transferwirkung: Innovation entsteht nicht nur im Projekt selbst, sondern durch die Übertragbarkeit der Ergebnisse auf weitere Gemeinden und Kreise. Dies wird durch offene Formate, gemeinsame Dateninfrastrukturen und den Austausch von Best Practices erzielt, was gerade für kleinere Städte und Gemeinden mit weniger eigenen Ressourcen einen innovativen Multiplikator schafft. • Ganzheitliche strategische Ausrichtung: Statt punktueller Digitalisierung verfolgt das Projekt eine regionale Smart-City-Rahmenstrategie, die sowohl technologische, als auch gesellschaftliche und organisatorische Aspekte verknüpft und damit neue Modellpfade für die Verbindung von digitaler Transformation und nachhaltiger Entwicklung eröffnet.
Zukunftsfähigkeit/ Nachhaltigkeit
Das Projekt „5 für Südwestfalen“ ist auf langfristige Wirkung und nachhaltige Strukturen ausgerichtet. Zukunftsfähigkeit entsteht dabei nicht allein durch den Einsatz digitaler Technologien, sondern durch den Aufbau dauerhafter interkommunaler Kooperations-, Lern- und Transferstrukturen, die über die Projektlaufzeit hinaus wirksam bleiben. Ein zentraler Nachhaltigkeitsfaktor ist der kooperative Ansatz: Durch die gemeinsame Entwicklung von Strategien werden Ressourcen effizient genutzt, um Doppelstrukturen zu vermeiden und die Umsetzbarkeit auch für kleinere Kommunen langfristig zu sichern. Die im Projekt erarbeiteten Konzepte sind skalierbar und auf Übertragbarkeit ausgelegt, sodass sie auch nach Projektende von weiteren Kommunen in Südwestfalen genutzt und weiterentwickelt werden können. Mit der Smart Cities: Schule wird zudem ein dauerhaftes interkommunales Wissens- und Lernformat etabliert, das kontinuierlichen Kompetenzaufbau innerhalb der Verwaltungen ermöglicht. Der systematische Austausch von Erfahrungen und Best-Practices stärkt die Anpassungsfähigkeit der Kommunen an zukünftige technologische und gesellschaftliche Veränderungen und verankert den digitalen Wandel nachhaltig in kommunalen Arbeitsprozessen. Insgesamt trägt das Projekt dazu bei, die Resilienz, Innovationsfähigkeit und Handlungsfähigkeit der Kommunen in Südwestfalen langfristig zu stärken und die Region zukunftsfähig und lebenswert zu gestalten.
Dokumente
Bestätigung
1
Eingegangen am
09.02.2026 00:00
Eingereicht am
09.02.2026 14:13