Bewerbung beim Landespreis



Titel der Einreichung
KI gemeinsam gestalten – interkommunale Strategie für den verantwortungsvollen KI-Einsatz der Städte und Gemeinden im Kreis Coesfeld

Kategorie
Informationsaustausch & Vernetzung

Name der Kommune/des Verbandes
Kreis Coesfeld

Fachbereich/Abteilung
Büro des Landrats/ Kreisentwicklung

Ansprechpartner
Helena Mense Oliveira

E-Mail-Adresse
helena.menseoliveira@kreis-coesfeld.de

Telefonnummer
015116834914

Kurzbeschreibung
Der Kreis Coesfeld und seine Kommunen haben unter dem Dach der gemeinsamen „Digitalagentur Kreis Coesfeld“ eine kreisweit abgestimmte KI-Strategie mit Fokus auf Wissenstransfer, Kompetenzaufbau und einem Kulturwandel in der Verwaltungsarbeit erarbeitet, um den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der öffentlichen Verwaltung sinnvoll, transparent und praxisnah zu gestalten.

Ziel
Ziel der interkommunalen Zusammenarbeit ist es, den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in den Verwaltungen der Städte und Gemeinden im Kreis Coesfeld gemeinsam, verantwortungsvoll und koordiniert zu gestalten. Durch Wissenstransfer, gemeinsame Lernformate und strategische Leitlinien sollen Unsicherheiten abgebaut, Kompetenzen aufgebaut und ein einheitliches Verständnis für den sinnvollen KI-Einsatz entwickelt werden.

Anlass
Anlass für die interkommunale Zusammenarbeit war die Beobachtung, dass Künstliche Intelligenz zunehmend Einzug in den Verwaltungsalltag hält und neue fachliche, rechtliche und organisatorische Fragestellungen aufwirft. Vor diesem Hintergrund sollte das Thema nicht isoliert, sondern auf Basis der bereits etablierten interkommunalen Strukturen der Digitalagentur Kreis Coesfeld gemeinsam bearbeitet werden. Ziel war es, vorhandene Netzwerke, Austauschformate und Erfahrungen zu nutzen, um den Umgang mit KI frühzeitig abzustimmen, Wissen zu bündeln und gemeinsame Leitlinien zu entwickeln.

Kurzprofil
Der Arbeitskreis „Künstliche Intelligenz in der öffentlichen Verwaltung“ wurde 2025 von der Digitalagentur Kreis Coesfeld ins Leben gerufen. Beteiligt sind Vertreterinnen und Vertreter aller kreisangehörigen Städte und Gemeinden sowie der Kreisverwaltung. In fachlich organisierten Untergruppen tauschen sich die Beteiligten regelmäßig zu Strategien, Anwendungsfällen, Qualifizierung und organisatorischen Fragen aus. Der Arbeitskreis versteht sich als lernende Gemeinschaft auf Augenhöhe.

Gewinn der Kooperation
Die gemeinsame Erarbeitung der KI-Strategie hat Vertrauen, Transparenz und gegenseitige Lernprozesse ermöglicht. Die Kommunen profitieren von einer klaren Orientierung im Umgang mit KI-Anwendungen – ohne dass ihnen starre Vorgaben gemacht werden. Kommunen, die bislang kaum Berührungspunkte mit KI-Anwendungen hatten, konnten durch die Gemeinschaft auf Augenhöhe Defizite überwinden. Jedes Rathaus kann selbst entscheiden, welche Ansätze passen, bleibt dabei aber im kontinuierlichen Dialog mit den anderen. Durch den Arbeitskreis wurde Know-how aus den Kommunen sichtbar gemacht und geteilt. Tools, die in einer Gemeinde funktionieren, können andernorts weitergedacht werden. Der Austausch zu ethischen, rechtlichen und organisatorischen Fragen stärkt alle Beteiligten. Die gemeinsame Auseinandersetzung mit dem EU AI Act oder der Klassifizierung von KI-Risiken wäre ohne diese Plattform kaum in dieser Qualität möglich gewesen. Die Verwaltung wird dabei nicht nur digitaler, sondern auch beweglicher und offener für Neues. Die interkommunale Zusammenarbeit schafft einen geschützten Raum, in dem Veränderung gemeinsam reflektiert und gestaltet werden kann – ein wichtiger Faktor für gelingendes Change-Management im Umgang mit KI. Der Einsatz von KI wird dabei nicht als technisches Projekt gesehen, sondern als Impuls für Kulturwandel, Zusammenarbeit und moderne Verwaltungsarbeit. Darüber hinaus ergeben sich auch unmittelbare monetäre Synergieeffekte, beispielsweise bei der gemeinsamen Beschaffung von KI-Tools oder auch der kreisweit einheitlich eingesetzten KI-Schulungsplattform. Die kreisweit abgestimmten Lern- und Austauschformate stärken nachhaltig die Vernetzung der Beschäftigten untereinander und fördern ein gemeinsames Verständnis von verantwortungsvollem KI-Einsatz.

Grad der Innovation
Im Kreis Coesfeld wurde nicht einfach ein Strategiepapier verfasst. Vielmehr ist es gelungen, mit überschaubaren Ressourcen und ohne externe Unterstützung einen Raum für echten Austausch zu schaffen – über Hierarchie-, Gemeinde- und Systemgrenzen hinweg. In dieser Form ist die kreisweite interkommunale KI-Strategie vermutlich deutschlandweit einzigartig. Innovativ ist die konsequente Verbindung von Technik, Organisation und Haltung: KI wird hier nicht als reines Digitalisierungsthema verstanden, sondern als gesamtkommunale Aufgabe. Die entwickelten Inhalte sind praxisnah, anschlussfähig und durch die interkommunale Erarbeitung besonders tragfähig. Besonders ist auch der offene Umgang mit Unsicherheiten. Der Arbeitskreis fördert den Mut, Neues auszuprobieren, Fehler zuzulassen und voneinander zu lernen.

Zukunftsfähigkeit/ Nachhaltigkeit
Die Zusammenarbeit ist langfristig angelegt. Mit dem KI-Hub als gemeinsamer Lernplattform und dem etablierten Arbeitskreis bestehen dauerhafte Strukturen für Wissenstransfer und Kompetenzaufbau. Der offene Umgang mit Unsicherheiten und die Vernetzung der Beteiligten ermöglichen es, neue Entwicklungen kontinuierlich gemeinsam aufzugreifen und die Strategie kontinuierlich weiterzuentwickeln. So bleibt der KI-Einsatz auch bei technischen, rechtlichen oder personellen Veränderungen tragfähig.

Dokumente


Bestätigung
1

Eingegangen am
09.02.2026 00:00

Eingereicht am
09.02.2026 15:20